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12.07.2019

Auslandsstipendien: Das ASA-Programm

Das ASA-Programm existiert bereits seit 55 Jahren. Es handelt sich dabei um ein projektorientiertes, gemeinnütziges Auslandsprogramm, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie verschiedenen Bundesländern organisiert wird. Innerhalb des ASA-Programmes werden Projekte mit entwicklungspolitischem Schwerpunkt in den unterschiedlichen Ländern angeboten.

Wer kann beim ASA-Programm mitmachen?

Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren mit Lebensmittelpunkt in Deutschland, die entweder:

  • Aktuell an einer Universität oder Fachhochschule studieren (Bachelor, Master, Diplom, Magister, Staatsexamen)

  • Oder: Einen Bachelor-Abschluss absolviert haben, der nicht länger als 1,5 Jahre zurückliegt

  • Oder: eine abgeschlossene schulische/duale Ausbildung absolviert haben.


Zudem gelten je nach Projekt weitere Voraussetzungen, beispielsweise eine bestimmte zeitliche Verfügbarkeit oder entsprechende Sprach- bzw. Fachkenntnisse.

Wie läuft die Teilnahme ab?


Das ASA-Programm verläuft in fünf Phasen:

1.    Bewerbungsphase: Jährlich werden 300 Bewerber für das ASA-Programm ausgewählt. Im Projektefinder kann man bereits vorab die geplanten Projekte für das entsprechende Jahr abrufen. Die Bewerbung erfolgt dann zunächst online zwischen dem 20. November und 10. Januar jeden Jahres.

2.    Seminarphase: Vor Beginn des Projektes müssen alle Teilnehmer entsprechende Seminare besuchen, die auf den anschließenden Einsatz vorbereiten. Dabei geht es darum, erste Kontakte mit den anderen Teilnehmern zu knüpfen und spezielle Problematiken des Projektes im Vorfeld zu diskutieren.

3.    Projektphase: Die ASA-Projekte finden zum Großteil in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa statt. Teilweise erfolgt vor dem Auslandseinsatz auch noch eine Praktikumsstation in Deutschland. Die Themen sind dabei breit gefächert, von Bildungsarbeit über therapeutische Betreuung von Kindern bis hin zu kommunaler Gesundheitsvorsorge sind zahlreiche Angebote vorhanden.

4.    Reflexionsphase: Während des gesamten Programmes sollen die Teilnehmer mittels einer strukturierten Selbstreflexion ihre Erfahrungen und individuellen Lernfortschritte ermitteln. Nach Abschluss des Projektes können diese auf Wunsch auch in öffentlichen Veranstaltungen geteilt und publik gemacht werden.

5.    Networkingphase: Auch nach Ende des ASA-Programmes bleiben die Teilnehmer vernetzt. Dafür sorgt ein Alumni-Forum, das regelmäßigen Austausch und Veranstaltungen für ehemalige Teilnehmer bietet.

Wo kann man sich bewerben?

Interessierte finden auf der Seite asa.engagement-global.de alle notwendigen Informationen, einen Projektfinder sowie ein Online-Bewerbungstool. Die Bewerbung ist jährlich vom 20. November bis 10. Januar geöffnet.

Lesen Sie hier weitere Artikel aus der Serie:

Artikel 1: Auslandsstipendien - Wie gelingt ein Semester weg von zu Hause?
Artikel 3: Das Hermann-Strenger-Stipendium
Artikel 4: G-plus Zentrum
Artikel 5: Das Erasmus-Stipendium